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Back to the 90s!
In den vergangenen Monaten hatte Microsoft die XBox360 der dringend erforderlichen Frischzellenkur unterzogen und das ehemalige XMB (CrossBarMenu) gegen ein Kachel-Design ausgetauscht. Dadurch lassen sich Funktionen einbinden die so wirken als gehörten sie zur Konsole dazu. Keine leichte Sache! Denn dadurch steigen die Ladezeiten der Anwendungen und der gesamten Oberfläche merklich. Apps sind nunmal eigenständige Programme. Sie erfordern, dass der Arbeitsspeicher geleert wird, bevor die Anwendung startet. Apps sehen zwar so aus, aber sie sind technisch gesehen nicht integriert. Aus diesem Grund kann z.B. der IE-Browser nicht so leicht verwendet werden, während z.B. noch ein Spiel läuft, oder Musik abgespielt wird. Die Kacheloberfläche degradiert die 3-Core XBox zu einem Single-Task-System. Back to the 90s!

Im Vergleich dazu: Die Wii handhabt es ebenfalls so. Nur die Playstation3 kann während eines Games den Browser aufrufen, was natürlich Ingamewerbung erleichtert.

Ein weiterer Designfehler betrifft das gesamte neu designte System. Verläßt man eine getroffene Auswahl, wird man vom System wieder auf die Startseite innerhalb der App zurück befördert anstatt, dass die letzte Auswahl hervorgehoben markiert wird. Das ist insofern lästig, wenn man nach jedem Aufruf einer mehrseitigen Übersicht immer wieder zur x.ten Seite vorblättern muss um den nächsten Eintrag sehen zu können.

Microsoft hat es geschafft das Fehlverhalten von Windows (alle Programme werden mit der Zeit langsamer) auf die XBox360 zu bringen. Was kann nun helfen? Leider nichts. Weniger Apps zu laden macht die XBox nicht schneller. Also sollte jeder ruhig nutzen was angeboten wird und darauf hoffen, dass die nächste XBox Generation es besser macht.
 
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