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XBOX One: Microsofts Lauschangriff auf die Käufer!

Nun ist die Katze aus dem Sack. Micosoft stellte am 21.05.2013 den Nachfolger der XBox 360 vor. Die XBox One (XBO). Alles gut? Nein. Alles schlecht? Nein.

Die XBox One ist ein Multitalent. Sie kann im Grunde fast alles, aber eine reine Spielkonsole ist sie nicht mehr. Denn Sie ist zum DRM verseuchten Multimediacenter mutiert. Zur Eier legenden Wollmilchsau. Spiele sind nur noch zweitrangig. Der Preis dafür? Deine Freiheit, Dein Geld, Dein Privatleben, Deine Geheimnisse.

Denn von einem muss sich nun jeder XBox One Käufer bereitwillig verabschieden: Vom Privatleben und den Geheimnissen die er eigentlich niemandem anvertrauen will. Durch die XBox One gehört Dein Privatleben nun Microsoft. Ohne ein angeschlossenes Kinect funktioniert die neue Box nicht. (und wer sie dennoch abschaltet muss auf die meisten Features verzichten) Gleichzeitig lauscht das Kinect 24 Stunden am Tag in den Raum hinein und beobachtet eingeschaltet bis zu sechs Personen gleichzeitig, wobei anhand von Bewegung und Gesichtsausdruck sogar die Stimmung jeder einzelnen der sechs Person erfasst und verarbeitet wird. Es ist sogar möglich mit Kinect die Herzfrequenz und andere Dinge festzustellen, bis hin zum Abzeichen auf der Jacke. Wer nun glaubt das sei alles nicht wichtig, der hat etwas entscheidendes nicht begriffen.

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Lauschangriff auf den Käufer
Kinect lauscht permanent in den Raum hinen um gesprochene Befehle zu erkennen. Dies erfordert, dass ständig alle Worte erfasst und verarbeitet und an Microsoft gesendet werden. Alle! Und zwar WIRKLICH ALLE Worte. Eltern die ihre Kinder maßregeln, Menschen die lallend akoholisiert oder vom kiffen berauscht sexuelle Phantasien mitteilen oder sich in Denunzierung ergießen. Genauso wie Deine Kreditkartendaten beim Telefonkauf, All das wird an Microsoft gesendet. Es gibt keine Geheimnisse mehr.

"Darf Microsoft das denn?" werden sich nun einige fragen. Ja, tatsächlich darf Microsoft das und sie tun es ähnlich bereits bei Windows, das ständig Daten unbekannten Inhalts an Microsoft sendet. Und was passiert dann? Alles aufgezeichnete geht über das Internet in die USA. Und dort gelten andere Gesetze. Die Rechte der Deutschen interessiert dort niemanden. Alle erfassten Daten werden nach US Gesetz ausgewertet und verarbeitet. Inklusive der gesetzlich vorgeschriebenen Meldung an die dortigen Geheimdienste.

Wer wird sich freiwillig so ein (deutsche) Rechte brechendes Monstrum in das Wohnzimmer stellen? Es wird sie geben! Die Einfältigen der Generation "Ich habe nichts zu verbergen". Die Gutgläubigen, die Ahnungslosen und die Dummen. Würde Microsoft sagen "Kinect ist optional aber keine Pflicht", dann wären die größten Probleme vom Tisch. Aber das hat Microsoft nicht gesagt. Ganz im Gegenteil!

Aber so ist Microsoft nicht!
Selbst wenn Microsofts Absichten ehrlich, offen und nur für den User wären, dann bleibt ein gewaltiges Problem: HACKER! Die wetzen nämlich bereits jetzt die Werkzeuge um den Wettbewerb "Knack das Kinect" zu gewinnen. Durch den Zwang ans Internet angeschlossen zu sein, hat jeder Hacker nun ausreichend Möglichkeiten sich an den Kinects dieser Welt zu versuchen. Der nächste Schritt ist hypothetisch, die Veröffentlichung der Mitschnitte auf Youtube. Und eines wissen wir alle: Das Internet vergisst nichts und Youtube kann gar nicht schnell genug löschen. So findet man auf Youtube auch heute immer wieder Videos von Menschen aus Krisengebieten, denen der Hals vor laufender Handykamera durchgeschnitten und auf Leichen eingeprügelt wird. Man muss nur danach suchen.

Erneute Freischaltung alle 24 Std. nötig
Wer seine Konsole offline betreiben will, wird nur 24 Stunden daran Spaß haben. Denn die XBox One erfordert eine erneute Freischaltung des gesamten Systems alle 24 Stunden. Geschieht dies nicht, dann funktioniert fast nichts mehr. Auch nicht die Offline-Funktionen. Kein Spiel, keine App, kein TV, kein BluRay. Das System ist dann unbrauchbar. Sozusagen ein 500 Euro teurer Schrotthaufen.

Das Wort Multimediacenter ist ein inzwischen negativ belegter Begriff, der geprägt wurde als Mitte der 90er der Wohnzimmer-Multimedia-PC zum größten Flop der PC Industrie wurde. Betrachtet man das kommende Sicherheits-Desaster der XBox One und das DRM verseuchte System, dann passen beide Begriffe wunderbar zusammen. (Wer Spiele gebrauchte Spiele verkaufen will, muss zuvor 40 Euro an Microsoft zahlen)

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Die positive Seite der XBox One
Das abhören, das beobachten und verfolgen der Käufer schreckt ab und wird die Kunden in die Arme der Konkurrenten treiben, sofern diese nicht die selben Fehler machen wie Microsoft. Das reduziert die Zahl der zu unterstützenden Konsolen und dürfte somit Nintendo, Sony und Ouya zu Gute kommen.

Es fällt zu diesem Zeitpunkt wirklich schwer der XBox One etwas positives abzugewinnen. Nach der Präsentation von Microsoft schoss die Sony-Aktie aufeinmal nach oben und die Microsoft Aktie brach ein. Das allein dürfte schon deutlich machen was die Analysten von der neuen XBox One hält.

Es sei jeder davor gewarnt, sich ein solches Abhör-Monster wie die XBox One in die Wohnung zu holen. Aus gutem Grund laufen die Datenschützer der EU bereits Sturm. Allen voran Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter.

 
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