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Games aktuell (Ausgabe 87, 10/2010)
Games and more (10-11/2010)
GEE (10/2010)
M! games (10/2010)
Consol plus (10/2010)
GamePro (10/2010)
N-Zone (10/2010)
Wii Magazin (10/2010)
XBG 360 Games (06/2010 September/Oktober 2010)
360live (10/2010)
Play3 (10/2010)
Player (5/2010 - August, September, Oktober)
PlayBlu (10/2010)
PS3M (10/2010)
X3 (10/2010)
Fazit und Zusammenfassung
Alle Seiten

 

Magazintest

Armutszeugnis der deutschen Magazinlandschaft für Spielekonsolen?

Dieser größte deutsche Test für Spielkonsolen Magazine sagt Dir was Sache ist!

Die Spielebranche boomt. Täglich kommen neue Games auf den Markt. Die Spielezeitschriften versuchen das inzwischen fast unüberschaubare Spieleangebot für die Gamer durchschaubar zu gestalten. Leider oft mit zweifelhaftem Ergebnis.

Gekaufte Redaktionen, gesponserte Testergebnisse und Geschenke stimmen die Autoren wohlwollend. Kritiken fallen weniger genau aus oder werden etwas geschönt. - Schließlich will man auch die nächsten Games schon Wochen vor dem offiziellen Release in den Händen halten und vielleicht sogar von Preisnachlässen profitieren.

Mit gepushten Überschriften werden Leser geködert. - Oder vielleicht doch nicht? Nur wenige Magazine sind objektiv und ihr Geld wert. Werfen wir nun einen Blick auf die Magazine im Handel.

 

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Die folgenden Magazine wurden getestet.

Magazin
Ausgabe
Monat(e)
Schwerpunkt
360live 10/2010 Oktober 2010 XBox360
Consol plus 10/2010 Oktober 2010
PS3, XBoxx 360, Wii, PSP, NDS, GB, PS2
Games and more 10+11/2010 Oktober/November 2010 PC, PS3, XBox360, Wii, DS, Film, Musik
Games aktuell 10/2010 Oktober 2010 (mit DVD) Playstation, XBox360, Nintendo, PC, iPad
GamePro 10/2010 Oktober 2010 (mit DVD) Playstation, XBox360, Nintendo
Gee 10/2010 Oktober 2010 XBox, PS3, Wii, PC, DS, PSP, iPhone
M! games 10/2010 Oktober 2010 Playstation, XBox360, Nintendo
N-Zone 10/2010 Oktober 2010 Wii, DS, Retro
play3 10/2010 Oktober 2010 (mit DVD) PS3, PS2, PSP
PlayBlu 06/2010 Oktober/November 2010 PS3, PSP, BluRay
Player 05/2010 August/September/Oktober 2010 Game vision and smart fidelity
PS3M 10/2010 Oktober 2010 PS3, PSP
Wii Magazin 06/2010 Oktober/November 2010 Wii
XBG 360 Games 06/2010 September/Oktober 2010 XBox360
X3 * 10/2010 Oktober 2010 XBox360

 

Beim Test wurde der Schwerpunkt auf die aktuellen TOP Themen im September/Oktober 2010 gelegt.
Abhängig vom Schwerpunkt des Magazins sollten drei oder mehr der TOP Themen in jedem aktuellen Magazin zeitnah zu finden sein.

TOP-Themen:
- Playstation Move
- Wii Metroid other M

- Vanquish

- RUSE
- GamesCom 2010

 

 

 Games aktuell (Ausgabe 87, 10/2010)

gamesaktuell

Ein Magazin das sich flüssig liest. Dabei verschwinden die Grenzen zwischen den Systemen. "Games aktuell" bedient sie alle und schafft dabei die Gratwanderung kein System zu bevorzugen. Ein Artikel schien jedoch notdürftig verfasst oder einfach nur schlecht geschrieben zu sein. So wird die Schlussfolgerung gezogen, dass die PS4 mit Laufwerk sein wird, weil die PSPgo wegen des fehlenden Laufwerks sich nicht gut verkaufte. (Beides hat andere Gründe und die PS4 hat hier mit der PSPgo nichts zu tun). Hypothetische Annahmen und dabei noch Konsolentypen vermischen ist schon arg an den Haaren herbei gezogen. Alle Front Artikel haben einen Mindestumfang von 2 Seiten. Etwas mehr Text pro Artikel hätte es aber ruhig sein können, denn unter der Kürzung leiden Objektivität und Wertungen.

Top Thema 1: Metroid other M

Besonders hervorgehoben wurden die vorgerenderten Sequenzen, die atmosphärisch in das Spiel einleiten und fortführen. Ebenso kommt die stelenweise ungenaue Steuerung zur Sprache. Gänzlich unbewertet bleibt die Handhabung des Controllers. Ständige Neuausrichtung ist erforderlich. Waagerecht für das direkte Spiel, auf das TV gerichtet für die 1st Person Ansicht und senkrechte Haltung der Wiimote zum aufladen der Waffe. Dieses ewige hin und her macht die Bedienung unkomfortabel. Dem Spiel fehlen völlig die Handlungshinweise wenn man mal stecken bleibt. Sequenzen können nicht wiederholt werden. Aber der größte Nachteil wird ebenso nicht hervorgehoben: Englische Sprachausgabe und deutsche Untertitel! Verpasst man einen Text, lässt er sich nicht wiederholen und Hinweise gibt es ebenso wenig. Man muss also herumprobieren. Dabei verliert man sehr schnell die Lust, oder man muss auf die letzte Speicherung zurückgreifen. Wie in allen Spiele-Zeitschriften unterschlägt auch "Games aktuell" also einige Fakten und kommt zu einer überhöhten Wertung von 86%. Vielleicht hat Nintendo da nachgeholfen?

Top Thema 2: Playstation Move

Der Bericht über Playstation Move ist ebenso wie bei Metroid sehr lückenhaft ausgefallen. Für ein Top Thema hätte es hier wesentlich mehr Informationen geben müssen. Zum einen nennt die Liste nur sechs der 10 der Launchtitel Games, zum anderen  wird gleichzeitig die geringe Anzahl bemängelt. Hier hätte die Redaktion besser die Sony Pressemitteilungen verfolgen sollen. Obendrein hat die Redaktion nur zwei Titel vor Redaktionsschluss erreicht. Da andere Magazine mehr Inhalte haben, ist vielleicht der Redaktionsschluß schlecht gewählt? Dieses Problem zieht sich dann auch durch die dann folgenden Move Artikel. Die hervorragenden Games wie Bogenschießen und Flight Control HD bleiben ungenannt und der Vergleich zwischen Wiimote und Move hinkt dann doch zu sehr. Der Autorin ist die Wii Affinität deutlich anzumerken. Wem es beim Spielen den Nunchuck aus der Hand gerissen oder das Kabel abgerissen hat, wird die Vorteile des drahtlosen Move zu schätzen wissen.

Ganz unverständlich ist, dass die Autorin die detailreiche Umgebung der Tischtennis und Schwertkämpfe als "karge Präsentation" bezeichnet. (Im Gegensatz zur extrem vereinfachten Darstellung der Wii). Alle Berichte zu Move sind von derselben Autorin und von gleicher mangelhafter Qualität. Hier hätte eine mehr engagierte Person testen sollen.

Top Thema 3: Vanquish

Der Artikel ist auf drei Din A4 Seiten flüssig geschrieben und anscheinend vollständig (Vanquish ist noch nicht erschienen). Zu bemängeln bleibt lediglich die politisch inkorrekte Schlussfolgerung des Autors, dass Gewalt das bessere Mittel sei statt Diplomatie.

Top Thema 4: RUSE

Ein sehr kurzer Artikel, der durch Bilder auf zwei Seiten aufgebläht wurde. Darüber hinaus verliert sich der Autor in langweiligen Floskeln und vergleicht das Spielgeschehen mit Spielprinzipien wie Schnick, Schnack, Schnuck / Schere, Stein , Papier / Ching, Chang, Chung, oder der Einfallslosigkeit von Ed von Schleck. An sich ist daran kaum etwas auszusetzen, jedoch wurde der ohnehin schon viel zu kurze Artikel durch zuviel Geschwafel noch weniger interessant. Hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt.

Top Thema 5: GamesCom

Der mehrseitige Artikel ist unterhaltsam und informativ geschrieben. Zusätzlich positiv unterstützt wird das Heft durch die Video-Berichterstattungen auf der DVD.

"Games aktuell" hat einige sehr gute Details. Dazu gehören die sehr übersichtlichen Tabellen für: Termine/Neuerscheinungen, Bestenlisten (Top Games), Übersicht Budgetspiele, Handheld Highlights. In der Übersicht "Geschmacksache" geben die Autoren ihre Meinungen zu sechs Spielen preis. Man kann also die Wertungen im direkten Autoren-Vergleich sehen.

Die übrigen (sehr vielfältigen) Artikel sind als durchschnittlich bis gut zu bezeichnen. Ebenso positiv ist der Heftpreis und der angemessene Anteil an Werbung. Allerdings täuscht das nicht über einzelne schlecht recherchierte Artikel hinweg.

Fazit: Ein preiswertes, informatives Magazin mit durchschnittlichen Artikeln. Die DVD rundet das Gesamtbild positiv ab.

Für Konsolensysteme: Playstation, XBox, Nintendo, PC, iPad
Papierqualität: befriedigend
Format/Archivierung: etwas kleiner als Din A4
Preis: 3,90 mit DVD / 2,50 ohne DVD
Seitenzahl: 100
Seitenpreis: Gut bis sehr gut. (Ausgabe ohne DVD): 2,5 Cent / 2,91 Cent ohne Werbung
Anteil Werbung: 14 Seiten
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Spiele, Hardware, Events und Tests
Objektivität: befriedigend bis gut
Vollständigkeit der Tests: befriedigend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: Gut
DVD Inhalt: Gut
Berichterstattung zu Metroid: Ausreichend
Berichterstattung zu PS3 Move: Mangelhaft
Berichterstattung zu Vanquish: Gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: Ausreichend
Berichterstattung zu Gamescom:
Gut


 

Games and more (10-11/2010)

gamesandmore

Games and more ist flüssig zu lesen und bedient mit breit gefächerten Themen den gesamten Markt. Einen Tiefgang darf man für den Preis jedoch nicht erwarten. Die Artikel sind oberflächlich.

Den Bericht über Vanquish kann man als ausreichend bezeichnen. Viele Bilder bringen den Artikel auf drei Seiten dem User näher. Das kommende Game wird Storytechnisch angerissen. Danach gibt es ein paar Goodies zur Steuerung. Echte Neuigkeiten erfährt man aber nicht. So fehlen z.B. Angaben über Spielzeiten, Coop und Multiplayer Infos.

Ähnlich sieht es bei RUSE aus. Mit zwei Seiten Umfang ist der Artikel längst nicht ausgereizt. Dennoch ist der Artikel inhaltlich zufriedenstellend.

Das war es dann aber auch schon. Alle anderen TOP-Themen fehlen komplett! Keine Infos zu Metroid, PS3 Move oder Gamescom. Das wirft definitiv ein schlechtes Licht auf das Magazin.

„games and more“ ist eines der günstigen Magazine. Daher darf man vielleicht nicht zuviel erwarten. Inhaltlich ist es auf News ausgerichtet und gerade deshalb wiegt das fehlen von aktuellen Themen umso schwerer. Der Inhalt ist leichte Kost. Professionelle Hintergrundinfos darf man hier jedoch nicht erwarten.

Fazit: Inhaltlich auf News ausgerichtet erfüllt es nicht die eigenen Ziele. Wer gut informiert sein will, sollte besser andere Magazine kaufen. Der geringe Werbeanteil und der geringe Seitenpreis macht es dennoch preiswert und lesenswert, wenn man sich mit vielen Infos ohne Tiefgang zufrieden gibt. Als Ergänzung und zur allgemeinen Info ist „games and more“ dennoch geeignet.
Für Konsolensysteme: Alle
Papierqualität: Kräftiger Umschlag und dünnes Papier im Innenteil
Format/Archivierung: etwas kleiner als Din A4
Preis: 1,50 Euro
Seitenzahl: 68
Seitenpreis: 2,21 Cent (Ohne Werbung 2,42 Cent)
Anteil Werbung: Zusammengefasst ca. 6 Seiten
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: News, Testberichte, Unterhaltung, Tipps.
Objektivität: ausreichend
Vollständigkeit der Tests: mangelhaft
Fazit/Zusammenfassung der Tests: Gut
DVD Inhalt: Magazin ohne DVD
Berichterstattung zu Metroid: fehlt
Berichterstattung zu PS3 Move: fehlt
Berichterstattung zu Vanquish: befriedigend
Berichterstattung zu R.U.S.E.: gut
Berichterstattung zu Gamescom:
fehlt

 


GEE (10/2010)
Love for games


gee
Gee? Was ist das? Wenn man es zum ersten Mal in der Hand hält könnte man sagen: Ein hochwertiges Lifestyle Magazin. Spielkonsolen sind zwar das Hauptthema, aber tatsächlich bietet es vermehr auch andere Themen.

Sobald man Gee in der Hand hält merkt man, dass dieses Magazin anders ist als die anderen. Fester doppelseitiger, harter Karton Umschlag außen und griffiges Papier innen. Allerdings lässt Gee sich das bezahlen. Neben 4,50 Euro Heftpreis, befindet sich viel Werbung im Heft. Berücksichtigt man die 22 Seiten Werbung nicht, steigt der Preis von 4,4 auf 5,6 Cent pro Seite.

Die Auswahl der Themen im Heft zeigt dann auch, dass Gee kein typisches Spielkonsolen Magazin ist. Das macht es gleichzeitig schwer die richtige Wertung zu finden.

Um es kurz zu machen: ausser Playstation Move wird keines der Top Themen angesprochen. Und auch der Artikel zu Move ist eher allgemeiner Natur. Zwar werden im Text diverse Launchtitel genannt, aber getestet wurde kein einziges.

Sonstige Spielebeschreibungen sind dann ebenfalls eher ungewöhnlich. Mafia II, Starcraft II, Demons Soul usw. werden dann eher als Kunstwerke betrachtet. Zwar gibt es auch die Tipps und Tricks, aber die Sichtweise unterscheidet sich doch deutlich von der Konkurrenz.

Für Konsolensysteme: XBOX, PS3, WII, PC, DS, PSP, iPhone
Papierqualität: kräftiger Karton Umschlag, griffiges Papier im Innenteil
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 4,50 Euro
Seitenzahl: 102 Seiten
Seitenpreis: 4,41 Cent (5,62 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 22 Seiten
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, News, Lifestyle
Objektivität: befriedigend
Vollständigkeit der Tests: befriedigend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: nicht vorhanden
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu Metroid: fehlt
Berichterstattung zu PS3 Move: befriedigend
Berichterstattung zu Vanquish: fehlt
Berichterstattung zu R.U.S.E.: fehlt
Berichterstattung zu Gamescom:
fehlt

Fazit: Man kann schwer beurteilen ob die Artikel besser oder schlechter sind als bei den Mitbewerbern, denn sie sind einfach anders. Gee ist anders. Und so muss jeder selbst probieren ob Gee den eigenen Geschmack erfüllt. Auf dem Magazinmarkt steht Gee jedenfalls eher abseits. Sowohl Qualitativ, wie auch inhaltlich.



M! games (10/2010)

mgames

Dieses Magazin fällt durch das Hochglanz Cover sofort ins Auge. Aber auch innen glänzt es überwiegend. „M! games“ bietet mit 100 Seiten Umfang reichlich Lesestoff. Inhaltlich bedient das Magazin alle Konsolen-Themen. Andererseits weiß es schon durch Überschriften wie „Diese Spiele sind zu hart für Deutschland“ zu polarisieren.

Alle aktuellen TOP Themen werden bedient. Zum Teil ausführlich, andere jedoch nur kurz und bündig. Dadurch schwankt leider etwas die Qualität der Artikel. Die Objektivität der Artikel ist bis auf kleine Schwächen als Gut zu bezeichnen. Generell lässt sich sagen, dass „M! games“ zu den lesenswerten Magazinen gehört, auch wenn die Überschriften teilweise eher Bild-Niveau haben.

M! Games gibt es in der Regel nur im gut sortierten Zeitschriftenhandel. Am Kios um die Ecke sicht man das Magazin meist vergebens. Der Bahnhofs Zeitschriftenladen dürfte ein zuverlässiger Anlaufpunkt sein.

Der Bericht zu Metroid umfasst zwei mit Text vollgepackte Seiten. Der Autor geht hier richtig ins Detail und so nebenbei erkennt man dass Metroid komplett durchgespielt wurde. Mängel wie fehlende Zielvorgaben im Spiel, das unhandliche Bedienkonzept mit der quer gehaltenen Wii-Mote und Mängel in der Story, wie auch die fehlende deutsche Sprachausgabe wurden nicht nur erkannt, sondern fließen auch in die Beurteilung ein. Andererseits wurden markante Highlights ebenfalls berücksichtigt. Insgesamt erreicht „Metroid other M“ 73 von 100 Punkten, die zwar immer noch zu hoch gegriffen erscheinen, aber sich deutlich von der Konkurrenz absetzt, die dem Hersteller in der Regel eine Wertung von ca. 87% um den Mund schmiert. (Oder wurde da ein anderer geschmiert?). „M! games“ hat den Test souverän bestanden.

Zum neuen PS3 Move Controller muss man schon genauer hinsehen um Berichte dazu zu finden. Neben einem kleinen News-Kasten mit Kurzinfos gibt es nämlich keinen weiteren Artikel über die neue Bewegungssteuerung von Sony. Stattdessen gibt es einen vierseitigen Artikel „Bewegte Männer“ in dem die verfügbare Move, Wii-Mote und die kommende Kinect Steuerung ausführlich diskutiert werden. Hier erfährt man so nebenbei auch welche Games für Move erscheinen werden und für welche Games es Updates geben wird. Auf den dritten Blick findet man auch im GamesCom Artikel Infos zu Playstation Move. Ein großer Artikel um Move wäre sicher besser gewesen, aber so geht es natürlich auch.

Entsprechend zum Erscheinungstermin Ende Oktober, beschränkt sich der Bericht über Vanquish auf die Preview Fassung. Man merkt deutlich, dass der Autor sich das Game zur Brust nahm und richtig testete. So wurden folgerichtig Design-Ähnlichkeiten zu „Resident Evil 4“ und „The devil may cry“ erkannt. Inhaltlich erfährt man viel über Design und Technik, wie auch über die möglichen Schwierigkeitsstufen. Alles in allem ein ausgewogener Artikel über zwei Seiten mit einem treffenden Fazit.

Der R.U.S.E. Artikel kommt für ein Strategie Spiel mit viel zu wenig Inhalt daher. Eine einzige Seite und die Hälfte davon Bilder, ist definitiv zu wenig für ein bereits erschienenes Game. Der Artikel ist insgesamt relativ oberflächlich. Hier fehlen z.B. Vergleiche zu anderen Games dieses Genre. Ebenfalls hätten Infos zur Steuerung mehr beitragen können. Deshalb kann man den Bericht nur als durchschnittlich bezeichnen. Getestet wurde nur die XBox360 Version.

Die Infos zur längst vergangenen GamesCom erstrecken sich über 2 Seiten und geht überwiegend auf die Berichte aus den GameRooms von Sony und Microsoft ein. Sehr vielfältig ist der Artikel also nicht. Aber wer ihn aufmerksam liest, wird so ganz nebenbei viele Neuheiten mitbekommen.

Fazit: „M! games“ traut sich Bewertungen zu geben, die sich deutlich von der Konkurrenz abheben. Das macht dieses Magazin zu etwas besonderen und erst recht lesenswert. Hier hat der User nicht das Gefühl mit einem „gekauften“ Testergebnis betrogen zu werden. Hier zählt das Ergebnis und nicht was der Hersteller für ein „tolles Ergebnis“ bezahlen würde. „M! games“ ist es auf jeden Fall wert gekauft zu werden. Insgesamt kann man sagen, dass dieses Magazin gut recherchierte Inhalte bietet. Da fehlt eigentlich nur noch die DVD mit bewegten Bildern und Berichten.

Für Konsolensysteme: Playstation, XBox, Nintendo
Papierqualität: Kräftiger Umschlag und griffiges Papier im Innenteil
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 4,50 Euro
Seitenzahl: 100
Seitenpreis: 4,5 Cent (Ohne Werbung 4,89 Cent)
Anteil Werbung: 8 Seiten
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, News, Berichte
Objektivität: gut
Vollständigkeit der Tests: unterschiedlich (befriedigend bis sehr gut)
Fazit/Zusammenfassung der Tests: ausführlich
DVD Inhalt: Magazin ohne DVD
Berichterstattung zu Metroid: sehr gut
Berichterstattung zu PS3 Move: befriedigend
Berichterstattung zu Vanquish: gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: befriedigend
Berichterstattung zu Gamescom: gut

 


Consol plus (10/2010)

consulplus

Was beim ersten durchblättern sofort auffällt ist neben der vielen Werbung auch das zeitgemäße Design. Die überwiegende Anzahl der Seiten hat neben den Bildern und Text auch colorierten Hintergrund. Consol Plus bedient viele Systeme, die am oberen Rand auf fast jeder Seite angegeben sind. Wer Inhalte sucht, wird sie so schneller finden. Der Umschlag ist kein besonders dickes Papier. Ebenso ist die Papierqualität der Seiten im Heft durchschnittlich. Beim zweiten durchblättern fällt auf, dass jedes Top-Thema mehrere Seiten umfasst. Das ist nicht gerade typisch für die Spiele-Magazine, die oft mit reißerischen Titeln Mini- Artikel anpreisen und somit vernachlässigen. „Consol plus“ füllt hier positiv auf. Aber lange Artikel bedeuten nicht dass der Inhalt stimmt, wie wir gleich sehen werden.

Wie die meisten Magazine heult „Consol plus“ kritiklos mit den Wölfen, statt eigene Farbe zu bekennen. Sagenhafte 88 von 100% erhielt „Metroid other M“ im Test. Fehler in der Story, Fehler in der Steuerung, mangelnde Gegnervielfalt usw. wurden bei der Bewertung ebenso „vergessen“ wie die fehlende Übersetzung ins deutsche und diverse andere „Probleme“. Stattdessen ging ein „Metroid Feeling pur“ als besonders positiv in die Wertung mit ein. Wer Metroid nicht kannte, wird hier auch kein besonderes (subjektives) Feeling empfinden. Die Grafik erinnert denn auch mehr an vergangene Atari Jaguar Zeiten aus dem letzten Jahrtausend. Letztendlich ist der über drei Seiten gehende Test zwar sehr umfangreich, aber Objektivität ist hier kaum zu finden. Damit hinterlässt der Artikel den Eindruck, dass dies wahrscheinlich kein unabhängiger Test war. Dafür ergießt er sich in nebensächlichen Details und vergisst einfach das Gesamtbild zu betrachten.

Der Artikel zu Vanquish entstand auf einer Preview Version, da der Titel zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienen war. Entsprechend eingeschränkt sind die Möglichkeiten. Dennoch liefert der Autor hier einen guten Artikel ab, der über die Story hinaus auch Funktionen beschreibt und Tipps gibt. Mit reichlich Bildern ausgestattet, ist gibt der Artikel ein rundes Bild ab.

Zwei Seiten umfasst der Artikel zu RUSE inklusive Bildern. In lockerer Schreibweise geht der Autor auf die Story und die technischen Raffinessen ein. Ganz offensichtlich hat der Autor seinen Hausaufgaben gemacht, denn er beschreibt dass nach 15 Stunden Story Modus noch einige Einzelaufgaben anstehen. Im Test wurde die PS3 Version verwendet, die als Alternative zum Sixaxis den Move Controller verwenden kann. So erfährt man nebenbei auch wie die unterschiedlich die Controller eingesetzt werden. Ein Textkasten offenbart eine Art Glossar. Die Wertung scheint durchdacht zu sein und ist nachvollziehbar.

Der Artikel über die neue Playstation Move hat unglaubliche 4 Seiten Umfang. Im Gegensatz zu anderen Magazinen ist dies schon fast zuviel. Tatsächlich aber ist dies der einzige Artikel im September 2010 der tatsächlich fast lückenlos z.B. alle kommenden und aktuell verfügbaren (16) PS3-Move Titel aufzählt und sie zum Teil auch noch bewertet. Daneben wird auch Zusatzhardware besprochen und die Meinung anderer Autoren abgedruckt. Ein insgesamt interessanter Artikel mit Vorbildfunktion. Davon können sich andere Magazine eine Scheibe abschneiden.

Über die GamesCom 2010 wird auf zwei Seiten berichtet, die zu 70% nur aus Bildern besteht. Bereits die Einleitung verrät warum das so ist. Man habe im vorhergehenden Haft über die E3 in Los Angeles berichtet und die Tokyo Game Show sei nahe, da wäre nun nicht so viel Neues über die gerade vergangene GamesCom zu berichten. Welch eine Logik! Mit anderen Worten: „Wir haben die Magazin-Seiten nicht anders voll bekommen“. Dem entsprechend ist der Artikel auch inhaltlich eher lustlos und mangelhaft geschrieben.

Fazit: „Consol plus“ ist ein gestandenes Magazin, das nun seinen 10, Geburtstag feiert. Das scheint der Redaktion aber nicht gut bekommen zu sein. Denn so extrem qualitativ schlechte Ausreißer dürfte es bei so einem Magazin nicht mehr geben. Zumindest nicht bei aktuellen Top-Themen. Das fällt besonders auf, da der überwiegende Anteil der Artikel an sich gut geschrieben wurde. Vielleicht wäre das Problem gelöst, wenn die Artikel nicht mehr von der Fanboy Fraktion geschrieben werden, sondern von objektiven Mitarbeitern.

 
Für Konsolensysteme: PS3, Xbox 360, Wii, PSP, NDS, GB, PS2, Handy Games
Papierqualität: befriedigend
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,50 Euro
Seitenzahl: 108
Seitenpreis: 3,24 Cent (Ohne Werbung 3,76 Cent)
Anteil Werbung: ca. 14,5 Seiten (Eigenwerbung nicht berücksichtigt)
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, News, Berichte
Objektivität: befriedigend
Vollständigkeit der Tests: mangelhaft bis sehr gut
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: Magazin ohne DVD
Berichterstattung zu Metroid: mangelhaft
Berichterstattung zu PS3 Move: sehr gut
Berichterstattung zu Vanquish: gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: sehr gut
Berichterstattung zu Gamescom: mangelhaft

 


GamePro (10/2010)

gamepro

GamePro ist am aktuellen Markt das Magazin mit dem höchsten Seitenpreis. In der Zusammenfassung zu diesem Test wurde vom Kaufpreis 1 Euro für die enthaltene DVD abgezogen um den Seitenpreis zu ermitteln. Dennoch liegt der Seitenpreis bei knapp 5 Cent pro Seite. Während der Umschlag aus kräftigen Papier besteht, sind die Seiten im Innenteil viel zu dünn. Der Druck der jeweils nächsten Seite schimmert grundsätzlich durch, obwohl die Seiten übereinander liegen und sich keine Lichtquelle dahinter befindet.

Die GamePro ist eine der wenigen Magazine die es in zwei Ausführungen gibt. Die eine Ausgabe trägt das Sigel „nicht jugendbeeinträchtigend“ und auf der Alternativ-Ausgabe prangt das „ab 18“ Logo. Der Preis ist für beide Ausgaben gleich. Dieser Test entstand auf Basis der „nicht jugendbeeinträchtigend“(en) Ausgabe.

Auf der Titelseite steht: „GamesCom Messe-Special Alle Highlights aus Köln“. Das lässt hoffen, dass hier richtig fette Infos kommen. Aber was dann in diesem Artikel auf Seite 10 unter den News zu finden ist, sind ganze 10 (zehn!) Sätze und ein mickriges Bild auf dem nichts erkennbar ist. Daneben ist die Meinungen von sechs Autoren zu lesen die jeweils aus 1-2 Sätzen bestehen. Alles zusammen nimmt der Artikel eine halbe Seite ein. - Die große Ankündigung hat hier nichts mit dem mickrigen Inhalt zu tun. Das Versprechen wird nicht eingelöst. Da stellt sich die Frage ob man das als Betrug bezeichnen kann.

Bei den Spielewertungen beschränkt sich die Redaktion grundsätzlich auf den Spielspaß. Grafik und Sound werden zwar bewertet, fließen aber anscheinend nicht in das Endergebnis ein. Insofern ist das Endergebnis eines jeden Tests genauer zu betrachten.

„Metroid other M“ wird auf vier Seiten präsentiert und wie von den meisten Magazinen hoch gelobt. Betrachtet man sich das Fazit, bleibt die Frage zu klären, wie ein Spielspass von 87% erreicht wurde, wenn in der selben Box „frustrierend schwer“ und „keine Synchronisation“ neben anderen Mängeln steht.

Sagenhafte sechs Seiten umfasst der Bericht zu Vanquish. Inhaltlich gut recherchiert und aufbereitet, überzeugt er mit tollen Bildern aus dem Game und vielen Infos zur Story und Taktik. Diverse Querbezüge der Technik (optimierte Bayonetta Engine) wurden folgerichtig erkannt. Entsprechend fällt auch das Fazit aus. Alles in allem ein sehr guter Artikel.

RUSE kommt auf zwei Seiten mit ausführlichen Informationen daher. Der Autor hat hier offensichtlich ausgiebig getestet. Detailinformationen zur Bedienung wie auch Infos über Detailgrad und Schärfe sind vorhanden. Hier hat jemand geschrieben, der ambitioniert ist.

Zwar unterscheidet sich die Spieldauer im Fazit von denen anderer Magazine, aber das mag daran liegen, dass der Autor beim spielen noch etwas zu vorsichtig war.

Sonys Playstation Move wird ausgiebig besprochen. Die angegebene Titelauswahl (10 von 16) ist jedoch sehr lückenhaft. Als Kauftipp werden die verschiedenen Packungen und Bundles vorgestellt. Mit drei Seiten ist der Artikel zwar recht lang, vergisst jedoch auf Einzelpreise der Software einzugehen. Lediglich ein Punkte System gibt Auskunft über die Kaufempfehlung.

Fazit: Die GamePro ist das Magazin mit den größten Extremen. Vom absoluten Top-Testbericht bis hin zum schwer mangelhaften Test eines Top-Titels in 10 Sätzen, ist hier alles vetreten. Gleichzeitig ist die GamePro das teuerste Magazin. Da dürfen solche Ausrutscher wie in den Tests nicht passieren. Vermutlich hat da der Chefredakteur geschlafen. Das Magazin hat also unglaubliches Potential besser zu werden.

 
Für Konsolensysteme: Playstation, XBox, Nintendo
Papierqualität: ausreichend
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 5,50 Euro (Anteil der DVD: ca. 1 Euro)
Seitenzahl: 100
Seitenpreis: 4,5 Cent (4,95 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: ca. 11 Seiten
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, News, Berichte, Lifestyle
Objektivität: befriedigend
Vollständigkeit der Tests: ungenügend bis sehr gut
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: Spielszenen und HD Videos für PS3, 360, PC
Berichterstattung zu Metroid: ausreichend
Berichterstattung zu PS3 Move: befriedigend
Berichterstattung zu Vanquish: sehr gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: befriedigend
Berichterstattung zu Gamescom: ungenügend

 


N-Zone (10/2010)

nzone

Das Magazin bedient ausschließlich die Nintendo eigenen Systeme wie die Wii, DS und DSi.

Naturgemäß sind Themen zu anderen Konsolen, außer in Vergleichstests, nicht vorhanden. Da die Themen „Playstation Move”, „Vanquish“ und „RUSE“ nur die PS3 und XBox360 betreffen, sind diese Tests also hier nicht enthalten.

Beim ersten durchblättern fällt sofort auf, dass sehr wenig Werbung enthalten ist. Da ein Magazin auch durch Werbung getragen wird, stellt sich die Frage wie das Magazin den günstigen Verkaufspreis von 3,50 Euro finanziert.

“Metroid other M” wird natürlich sehr ausführlich behandelt. Der Artikel umfasst acht Seiten und ist damit im Oktober der größte Artikel alles Spielemagazine zum Thema Metroid. Wie nicht anders zu erwarten, fällt das Testergebnis weit höher positiv aus als die Wertungen aller anderen Spielemagazine. Die bekannten Mängel des Spiels werden unter den Teppich gekehrt oder einfach ins gegenteil verkehrt. Während die Konkurrenz noch von wenig durchdachter Story spricht, heißt es hier nur „mitreißend durchdachte Story“.

Die GamesCom 2010 findet auf zwei Seiten zwar nur wenig Platz, aber in Stichworten werden darin die Highlights der GamesCom aufgezählt. Zum einen sind es die Computer Games Awards und zum anderen die Infos rund um neue Zelda Games und den 3DS. Was will man mehr?

Fazit: N-Zone ist neben dem Wii Magazin das wichtigste für Nintendo Fans. Die Artikelauswahl ist gut bis sehr gut. Auch die Retro Systeme werden bedient und die vielen Top 10 Listen zu jedem Genre bringen das mit ein, was alle anderen Magazine immer vergessen.

Für Konsolensysteme: Wii, DS, DSi, Nintendo Retro Systeme
Papierqualität: Kräftiger Umschlag, dünne Seiten im Innenteil
Format/Archivierung: etwas kürzer als Din A4
Preis: 3,50 Euro
Seitenzahl: 100
Seitenpreis: 3,5 Cent (3,76 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 7 Seiten
Anteil Retro Systeme: 7 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, News, Berichte, Retro
Objektivität: ausreichend
Vollständigkeit der Tests: befriedigend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu Metroid: ausreichend
Berichterstattung zu Gamescom: befriedigend

 


Wii Magazin (10/2010)

wiimagazin

Das „Wii Magazin“ ist aktuell das meistverkaufte Magazin für Nintendo Konsolen, was vermutlich weniger am Inhalt, sondern mehr am Namen liegt, denn die Konkurrenz (N-Zone) ist inhaltlich breiter gefächert. Früher hieß das Magazin N-Games, davor big.N und davor 64 Power. Hält man zum ersten Mal das 124 Seiten starke Magazin in der Hand, fällt der geringe Anteil Werbung auf. Riskiert man jedoch einen zweiten Blick, wird schnell die kleine Mauschelei erkannt. Im Innenteil befindet sich ein Poster zum herausnehmen (Poster sind ebenfalls Werbung) das 8 Seiten belegt. Rechnet man nun die Werbung der anderen Seiten dazu, kommt man auf 16 Seiten Werbung (8+8) und das ist schon sehr viel Werbung. Dennoch bietet das Wii Magazin insgesamt mehr für seinen Preis als z.B. N-Zone. (Siehe Seitenpreis).

Das Wii-Magazin“ als reines Magazin für Nintendo Konsolen bietet naturgemäß keine Artikel zu PS3/360 Themen. Daher werden diese Themen im Gesamttest natürlich nicht berücksichtigt.

Metroid other M wird auf der Titelseite groß angekündigt mit „Test, Gewinnspiel, Interview: Alles über Samus Comeback!“ was eine entsprechende Erwartungshaltung fördert. Auf sechs Seiten wird das Thema dann auch ausgebreitet. Typischerweise ergießt sich das Magazin dann in so extreme Lobhudeleien, dass einem dabei schlecht werden kann. Ein Extrem-Beispiel ist im Interview mit „Yoshio Sakamoto“ zu finden. Gleich bei der dritten Frage kommt der Satz: […] …gerade Nintendo hat doch mit Super Mario 64 die Analogsteuerung praktisch erfunden, zumindest für Konsolenspiele.[…]

An Arroganz und Dummheit ist das kaum zu übertreffen. Wir empfehlen der Redaktion dringend Wikipedia als Nachschlagewerk zu verwenden. Der Joystick wurde erstmals in Lokomotiven eingesetzt. Für Konsolen jedoch hat Atari den Joystick etwa Mitte der 70er Jahre eingeführt, als Nintendo noch hauptsächlich Kurzwaren und Instant-Reis verkaufte.

Bei einem derartigen Wissensmangel ist es kaum verwunderlich, dass „Metroid other M“ anders bewertet wird, als es eigentlich verdient und trotz offensichtlicher Mängel in Story, Grafik, Steuerung und Sound mit sagenhaften 88% ein „sehr gut“ bekommt. Dem muss man wohl nichts mehr hinzufügen.

Bleibt also nur der Hoffnungsschimmer, dass der Artikel zur „GamesCom 2010“ das Magazin rausreißt. Um es kurz zu machen: In dieser Ausgabe gibt es keinen Bericht über die GamesCom. Die Redaktion macht die Bewertung also sehr einfach: Epic fail! Setzen, Sechs!

Fazit: Unglaublich dreiste Lobhudeleien im Testbericht. Der Leser wird geradezu für dumm verkauft. Dann fehlender Bericht zu aktuellen Themen. - Die gesamte Redaktion sollte noch mal die Schulbank drücken oder einen VHS-Kurs besuchen: „Tests und Berichte schreiben für Anfänger“. Das ist sehr schade, dann ansonsten macht das Magazin beim überfliegen einen guten Eindruck und der Preis ist günstig. Aber wie so oft im Leben kann der erste Eindruck täuschen. Wollen wir mal hoffen, dass es lediglich ein einmaliger Ausrutscher war.

 
Für Konsolensysteme: Wii, DS, DSi
Papierqualität: befriedigend
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,50 Euro
Seitenzahl: 124
Seitenpreis: 2,82 Cent (3,24 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 16 Seiten (davon 8 Seiten Postereinlage)
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, News, Berichte
Objektivität: ausreichend
Vollständigkeit der Tests: mangelhaft
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu Metroid: mangelhaft
Berichterstattung zu Gamescom: fehlt


 


XBG 360 Games (06/2010 September/Oktober 2010)

360games

„XBG 360 Games“ erscheint im selben Verlag wie das „Wii Magazin“ und „PlayBlu“. Als reines XBox Magazin, trifft man hier keine PS3 und Wii Artikel an, außer evtl. in Vergleichstests. Sehr angenehm ist das Inhaltsverzeichnis gestaltet, das erst nach Rubriken (Test, Preview, …) und darin alphabetisch die Themen sortiert. Das hilft sehr die gesuchten Artikel schnell zu finden. Nach einem Blick ins Impressum wird deutlich, dass die Artikel von den selben Personen geschrieben wurden, die auch schon die Artikel des Wii Magazins entwarfen. Sogar Cheats und Tipps finden sich an gleicher Stelle. Es bleibt zu hoffen, dass der unangenehme Eindruck des „Wii Magazin 10/2010“ sich hier nicht wiederholt.

Das Vanquish Preview besteht aus einem zweiseitigen Artikel. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Story, wartet der Artikel mit einer Entwickler Info auf, die über den Weg und die Entwicklung von Vanquish informiert. Zahlreiche Bilder und Detailinfos runden das Preview ab. Etwas befremdlich ist die Schlussfolgerung des Autors, dass Ü30 Spieler überfordert wären. Gänzlich inakzeptabel ist jedoch dass der Autor so ganz nebenbei eine Porno Webseite ins Fazit einfließen lässt. Ansonsten aber, ist der Artikel zeitgemäß und korrekt.

Der Test zu RUSE ist sehr ausführlich. Während andere Magazine in der Regel nur zwei Seiten füllten, sind es hier vier Seiten. Berücksichtigung findet auch der Multiplayer Modus. Neben der Bedienung und Erklärung der möglichen Kriegslist, bringt der Autor in professioneller Weise die Feinheiten des Spiels ans Tageslicht. Mängel in der Grafik und Tipps zur Taktik, kommen ebenfalls zur Sprache. Die Bilder sind aussagefähig und mit Zusatztext versehen.

In zwei von drei Themengebieten glänzt das „XBG 360 Games“. Aber beim Thema GamesCom 2010 versagt das Magazin. Es gibt schlichtweg keinen Artikel zur gerade vergangenen GamesCom. Da in der Schwesterzeitschrift „Wii magazin“ ebenfalls nichts darüber zu finden ist, scheint die Redaktion wohl unter Geldmangel zu leiden. Oder gab es keine GC-Presseausweise mehr?

Ohne Schwierigkeiten lässt sich erkennen, dass PlayBlu und XBG 360 games die gleichen Autoren haben. Dieselben Texte finden sich in beiden Magazinen. Um künstlich einen Unterschied herbei zu führen werden Top Artikel abwechselnd gekürzt. Was bei dem einen 4 Seiten Umfang besitzt, hat bei dem anderen 2 Seiten Umfang und umgekehrt. Hier versucht die Redaktion doppelt abzusahnen. Auf Kosten der Qualität.

Fazit: In diesem Magazin waren gerade mal 4 Seiten Werbung (+8 Seiten Poster) zu finden. Das ist wirklich extrem wenig Werbung bei 124 Seiten Umfang. Entsprechend günstig ist der Seitenpreis. Bis auf den fehlenden GamesCom Bericht sind die Inhalte gut recherchiert und augenscheinlich vollständig. Der Gesamteindruck ist durchgehend gut.

 
Für Konsolensysteme: XBox 360
Papierqualität: befriedigend
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,50 Euro
Seitenzahl: 124 Seiten
Seitenpreis: 2,82 Cent (3,12 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 12 Seiten (davon 8 Seiten Poster)
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, Beratung
Objektivität: befreidigend
Vollständigkeit der Tests: gut
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu Vanquish: gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: gut
Berichterstattung zu Gamescom: nicht vorhanden

 


360live (10/2010)

360live

Der Untertitel dieses Magazins ist „Das unabhängige Magazin für Xbox 360“. Lassen wir uns überraschen. Auf den ersten Blick macht das Magazin einen guten, aufgeräumten Eindruck. Gute Papierqualität und das Inhaltsverzeichnis wirkt strukturiert.  Innerhalb der rubriken wäre eine alphabetische Sortierung der Themen wünschenswert. Die Konkurrenz ist da etwas weiter. Aber Ausschlaggebend ist das nicht.

Die Spielwertungen sind übersichtlich und zeigen das wichtigste. (Grafik, Sound und Steuerung). Allerdings ist das auch nur das Minimum für ein Fazit. Hier fällt auch sofort auf, dass das Magazin für 3,60 Euro verdächtig wenige Seiten hat. (80) Das sind etwa 20 weiniger als die Konkurrenz. Bei so wenig Inhalt hätte die Redaktion auf das 4-seitige Poster verzichten und stattdessen vier Seiten mehr Inhalt bieten sollen.

Dass hier Platz verschwendet wurde zeigt auch schon der Test zu RUSE. Auf eine einzige Seite gequetscht, wird das Spiel nur überflogen. Inhalte zu taktischen Möglichkeiten werden rudimentär überflogen. Technische Raffinesse und Detailgrad kommt nicht zur Sprache. Auch die Story wurde schlichtweg vergessen. So ist es denn auch kein Wunder, dass RUSE als sehr gute Echtzeit-Strategie nur 6,8 von 10 Punkten bekommt. Der Autor hätte hier mehr auf den Inhalt achten sollen.

Wir konnten es kaum glauben! In dieser Ausgabe wurde kein Wort über Vanquish verloren. Als eines der kommenden TOP Games sollte es eigentlich zur Sprache kommen. Aber außer eine Seite Werbung, war nichts darüber zu finden. Ein unabhängiges Magazin zu sein ist sicher elitär, aber das darf nicht dazu führen Top Themen komplett zu unterschlagen. Das grenzt schon an Arroganz. (Ganz besonders bei 3,60 Euro für nur 84 Seiten)

Zum Thema GamesCom 2010 hatte man die Meinung der User eingefangen. Das ist im Gegensatz zur sonst üblichen Berichterstattung anderer Magazine mal etwas anderes. Aber das wars dann auch schon. Inhaltlich gibt es keine Highlights oder gar Neues.

Fazit: Dass das 360live nach eigener Aussage unabhängig ist ehrt sie. Aber qualitativ wurden die aktuellen Top Themen nicht oder nur mangelhaft behandelt. Der aha! Effekt blieb dabei aus. Grade bei 3,60 Euro für 84 Seiten, ist der Seitenpreis auch noch sehr hoch und dafür darf man ruhig eine hohe Qualität der Artikel erwarten.

   

Für Konsolensysteme: XBox 360
Papierqualität: gut
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,60 Euro
Seitenzahl: 84 Seiten
Seitenpreis: 4,29 Cent (4,74 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 8 Seiten (davon 4 Seiten Poster)
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, News
Objektivität: befreidigend
Vollständigkeit der Tests: befriedigend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: ausreichend
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu Vanquish: fehlt
Berichterstattung zu R.U.S.E.: mangelhaft
Berichterstattung zu Gamescom: ausreichend

 


Play3 (10/2010)

play3

Der Ersteindruck von Play3 ist etwas chaotisch und sie wirkt vollgestopft. Das mag an dem unruhigen Layout, oder an den vielen eingestreuten Grafiken, Kästen und Mini Texten liegen.

Vanquish wird auf drei Seiten ausführlich präsentiert. Der Bericht basiert auf der Preview version, da das Game zu jenem Zeitpunkt noch nicht erschienen war. Erklärt werden neben der Story auch die technischen Raffinessen und Waffensysteme. Die Beschreibung von Endgegnern und Zwischensequenzen zeigen, dass der Autor hier tatsächlich getestet hat, Abgerundet wird das Bild durch detailreiche Bilder. Lediglich der minimalistische Info Kasten mit Wertungstendenz, ist definitiv zu wenig.

Mit drei Seiten Umfang präsentiert sich Ruse ausführlicher als es bei der Konkurrenz üblich ist. Zusätzlich befindet sich ein Trailer auf der enthaltenen Magazin-DVD. Story und Missionen werden ausreichend erklärt. Dabei kommen einige Taktiken zur Sprache. Auch die Bedienung wird erklärt und Details zur Steuerung kommen zur Sprache. Neben der Wertung gibt ein Info-Block ausführliche Infos über technische Ausstattung, Freigabe, Preis, Erscheinungstermin usw. Das kann man als Vorbildlich bezeichnen.

In einem Playstation Magazin darf natürlich der Test des neuen Move Controllers nicht fehlen. Systemvoraussetzungen, Funktionsweise, Anschlu und was man sonst noch zu beachten hat, wird ausführlich erklärt. Ausführlicher getestet wurden mit Sports Champions und Start the party zwei der wichtigen der Launch-Titel. Auch hier sind Infobox und Wertungen sehr ausführlich. Was etwas den Eindruck jedoch trübt ist, dass nur vier der insgesamt 16 künftigen Titel getestet wurden. (Wo ist z.B. der Test zu Flight control HD und all den anderen PSN Low-Cost Titeln?)

Der Bericht zur GamesCom 2010 erstreckt sich vollgestopft mit Infos über drei Seiten und ist damit einer der längsten Artikel zur GC. (Gemessen an der Konkurrenz). Man merkt dass der Autor vor Ort war. Sowohl die Ankündigung der neuen PS3 Modelle, wie auch die Präsentationen zu 3D Film und 3D Spielen sind im Bericht zu finden. Weitere Themen sind die Infos rund um die PSP und dessen Nachfolger. Abschließend folgen viele Details zu neuen Spielen und die Uterstützung von 3D. Augenscheinlich lässt der Artikel nichts vermissen.

Fazit: Play3 ist preislich nicht gerade billig. Dafür aber sind die Inhalte der Top themen ausführlich und überwiegend vollständig. Ergänzende Tests und HD Videos sind auf der doppelseitigen DVD enthalten und vervollständigen das positive Bild. Die Investition in das Magazin hat sich jedenfalls gelohnt.

Für Konsolensysteme: PS3, PS2, PSP
Papierqualität: ausreichend
Format/Archivierung: etwas kleiner als Din A4
Preis: 5,50 Euro mit DVD
Seitenzahl: 100 plus Sonderbeilage Lösungsheft zu Mafia 2 mit 24 Seiten
Seitenpreis: 4,5 Cent ohne DVD und ohne Sonderbeilage (Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 9 Seiten
Anteil Retro Systeme: 0 Seiten
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, News
Objektivität: befreidigend
Vollständigkeit der Tests: gut
Fazit/Zusammenfassung der Tests: ausreichend
DVD Inhalt: gut
Berichterstattung zu Vanquish: gut
Berichterstattung zu R.U.S.E.: sehr gut
Berichterstattung zu PS3 Move: befriedigend
Berichterstattung zu Gamescom: gut

 



 

Player (5/2010 - August, September, Oktober)

Magazin für Game Vision und Smart Fidelity

player

Dies ist die Erstausgabe des Magazins, das alle 3 Monate erscheinen wird. Das Magazin Player sticht aus der Masse heraus. Nicht weil es so gut ist, sondern weil der Name mehr verspricht als der Inhalt halten kann. Nach dem Inhaltsverzeichnis folgen sechs Seiten mit Kurztests, die jeden Gamer beleidigen. Wichtige Neuerscheinungen wurden auf wenige Sätze reduziert. Die Playstation Move Controller werden mit gerade einmal sechs Sätzen beschrieben. Kinect wurde mit nur  sieben Sätzen präsentiert. Ganz offensichtlich hat die Redaktion noch keine Verbindungen zu den Herstellern um vorab Geräte von den Herstellern zu bekommen.

Nach den Kurztests folgen rund 20 Seiten über Apple Hardware. iPad, iPhone, iPod und so weiter. Die Berichte ziehen sich wie Kaugummi. Und wenn es mal nicht um Apple Hardware geht, dann zumindest um Zubehör für das selbe. Es folgt ein Zwischenspiel mit anderen Berichten und danach geht es weiter mit gut 20 Seiten mit Werbung (Sorry, Testberichten) für Apple Hardware und Zubehör. Anschließend folgen 30 Seiten mit Berichten zur HiFi Anlage und Zubehör. Ab Seite 84 endlich der erste Spieletest (Red Dead Redemption). Dann ab Seite 86 ist es auch schon wieder vorbei. Abschließend Fernsehertests, Beamer und Spielesitz Test. Das wars. Mehr als 50 % des Heftes beschäftigt sich mit Apple Produkten. Gefühlt ist es noch weit mehr. Das riecht doch sehr nach Sponsoring durch Apple. Ein Blick in das Impressum verrät nichts darüber. Aber der ABO Service wird über HiFi Test des Brieden Verlags abgewickelt. So erklärt sich auch warum das Heft überwiegend aus HiFi Tests besteht. Das Magazin verspricht als Untertitel auch "Game Vision", aber davon ist bis auf den einen Spieletest und die Minitests nichts zu sehen.

Die auf der Titelseite angepriesenen Games Blur und Singularity entpuppen sich im Innenteil als "Tests" die jeweils auf drei/vier Sätze reduziert wurden. So etwas kann man schon als Frechheit bezeichnen. Denn üblicherweise werden Titelthemen ausführlich behandelt.

Das Magazin bedient in seiner Erstausgabe fast nur das Thema "Smart Fidelity". Es bleibt zu hoffen, dass die "Player"-Redaktion künftig mehr hält was sie im (Sub-)Titel verspricht. Der Anteil an Apple Produkten ist jedenfalls viel zu groß. Es gibt auch andere bzw. bessere Produkte die Vorgestellt werden sollten. In der jetzigen Form ist "Player" jedenfalls kein brauchbares Produkt für Gamer, sondern lediglich ein Nieschenprodukt für Apple Fans.

Absolut unverschämt ist jedoch der Anteil der Werbung im Verhältnis zum Heftpreis und der Papierqualität. 20% Werbung bei 100 Seiten und dünnem Papier (bei dem Preis), haben einen sehr faden Beigeschmack, insbesondere da von den verbliebenen 80 Seiten ca. 40 Seiten nur Appleprodukte behandelt werden. Von den zur Zeit aktuellen Top Themen bediente der "Player" lediglich die Playstation Move mit einem winzigen Kurzbericht.  

Fazit: Zu teuer, einseitiger Inhalt, nicht für Gamer geeignet.

Für Konsolensysteme: Alle
Papierqualität: Kräftiger Umschlag und dünnes Papier im Innenteil
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,80 Euro
Seitenzahl: 100
Seitenpreis: 3,8 Cent (ohne Werbung 4,75 Cent)
Anteil Werbung: Zusammengefasst ca. 19,5 Seiten
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tipps, Tricks, Testberichte rund um Musik und Spiele
Objektivität: ausreichend
Vollständigkeit der Tests: Ungenügend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: gut/übersichtlich
DVD Inhalt: Magazin ohne DVD
Berichterstattung zu Metroid: Fehlt
Berichterstattung zu PS3 Move: Ungenügend
Berichterstattung zu Vanquish: Fehlt
Berichterstattung zu R.U.S.E.: Fehlt
Berichterstattung zu Gamescom: Fehlt

 

 

PlayBlu (10/2010)

playblu

PlayBlu hat bei 124 Seiten nur 5 Seiten Werbung. Bei einem Preis von 3,50 Euro ergibt sich ein sehr günstiger Seitenpreis und kommt damit an zweiter Stelle nach der „games and more“.

Das Magazin richtet sich nicht nur an die Playstation Gamer, sondern auch an Multimedia Enthusiasten die Wert auf Testberichte für Flat TV und Audio Anlage legen. Auf den ersten Blick vermisst man das Inhaltsverzeichnis, das nach dem blättern erst auf Seite 8 und 9 präsentiert wird.

Playstation Move wird hier auf drei Seiten grob beschrieben und getestet. So erfährt man nebenbei, dass der Subcontroller für „Resident Evil: Alternative Edition“ unbedingt erforderlich ist. Sony bekommt aber auch sein Fett weg. Angemessen kritisch kommt die Neukalibrierung zur Sprache die vor jedem Spiel erforderlich ist. Erstaunlicherweise wird in der Spielevorstellung zwar die EyePET Move Edition angesprochen, aber ansonsten keiner der Download Titel genannt. Von den insgesamt 16 Launch Titeln wurden lediglich vier getestet und bewertet. Hier wäre wesentlich mehr herauszuholen gewesen.

Vanquish erhält vier Seiten Platz, von denen eine komplett bebildert ist. Neben der ausführlichen Spiele Besprechung kommt außer der Entwicklerinfo auch eine zweite Meinung zu Wort. Beginnend mit der Storybeschreibung, werden diverse Tipps zur Kampfkunst angesprochen. Leider wirkt der gesamte Artikel völlig auseinander gerissen. Der Hauptbericht schlängelt sich über die drei Seiten und der Leser wird ständig durch Einwürfe, Bilder und Info Kästen im Lesefluss gestört. Dass die Texte nicht zusammen gehören lässt sich nur an der Schriftart erkennen. Insgesamt ein optisch sehr unruhig gestalteter Artikel, der inhaltlich nicht über das Standardmaß hinaus geht. Am Ende wartet der Info Kasten mit allen wichtigen Wertungen auf. Interessant ist an dieser Stelle, dass der Artikel ein reduzierter Zusammenschnitt des Schwester Magazins XBG 360 Games ist. Hier findet sich der gleiche Schmutzfinken Hinweis dass Ü30 Spieler überfordert wären. Ebenso inakzeptabel ist auch dass der Autor so ganz nebenbei eine Porno Webseite ins Fazit einfließen lässt.

Was bei Vanquish begonnen wurde, wird bei R.U.S.E. fortgesetzt. Auf gerade mal zwei Seiten mit wenigen absätzen gepresst, wartet der Artikel mit dem Minimum an Information auf. Damit hebt sich PlayBlu nicht von der großen Masse ab. Hintergrundinfos oder gar eine Storybeschreibung gibt es nicht. Auch fehlen die Details zum Multiplayer Modus und Beschreibung zur Bedienung. Die wenig aussagekräftigen Bilder sind mit Zusatztexten versehen, die keine weiteren brauchbaren Informationen enthalten. So macht dieser Artikel den Eindruck eines Lückenfüllers.

Genauso wie die Schwesterzeitschrift XBG 360 Games findet sich auch hier kein Beitrag über die gerade erst zum Redaktionsschluss vergangene GamesCom 2010

Ohne Schwierigkeiten lässt sich erkennen, dass PlayBlu und XBG 360 games die gleichen Autoren haben. Dieselben Texte finden sich in beiden Magazinen. Um künstlich einen Unterschied herbei zu führen werden Top Artikel abwechselnd gekürzt. Was bei dem einen 4 Seiten Umfang besitzt, hat bei dem anderen 2 Seiten Umfang und umgekehrt. Hier versucht die Redaktion doppelt abzusahnen. Auf Kosten der Qualität.

Fazit: In diesem Magazin waren nur 5 Seiten Werbung (+8 Seiten Poster) zu finden. Entsprechend günstig ist der Seitenpreis. Bis auf den fehlenden GamesCom Bericht sind die Inhalte jedoch eher mittelmäßig. Der Gesamteindruck ist durchgehend befriedigend.

 

Für Konsolensysteme: PS3, PSP, BluRay
Papierqualität: ausreichend
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,50 Euro
Seitenzahl: 124 Seiten plus 16 Seiten PES/FIFA Beilage
Seitenpreis: 2,82 Cent (2,94 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 13 Seiten (davon 8 Seiten Poster)
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, News, Multimedia
Objektivität: befriedigend
Vollständigkeit der Tests: ausreichend
Fazit/Zusammenfassung der Tests: befriedigend
DVD Inhalt: Magazin ohne DVD
Berichterstattung zu PS3 Move: befriedigend
Berichterstattung zu Vanquish: befriedigend
Berichterstattung zu R.U.S.E.: ausreichend
Berichterstattung zu Gamescom: fehlt

 



 

PS3M (10/2010)

ps3m


PS3M ist gemessen am Verkaufspreis und der Seitenzahl das teuerste Magazin für Spielkonsolen. Dabei ist das verwendete Papier nicht mal besonders gut. Bei teuren 4,6 Cent pro Seite, darf man schon einiges erwarten das einen umhaut.

Sofort fällt auf: Um den geringeren Platz besser auszunutzen, verwendet die Redaktion eine kleinere und dünnere Schriftgröße als die Konkurrenz. Das ist zwar einerseits sinnvoll, aber andererseits nicht augenfreundlich. Das lesen strengt die Augen deutlich mehr an, als bei anderen Magazinen.

Für den Move Test wurden zwei Seiten investiert, von denen eine Seite nur 4 der 16 Launchtitel anspricht. Verwunderlich ist das schlechte Abschneiden von Sports Champion, das bei anderen Magazinen wesentlich höher bewertet wurde und tatsächlich sehr viel Motivation mit sich bringt. Der Artikel an sich, beschreibt die positiven wie auch negativen Seiten. (Z.B. dass kein Halteclip an der Kamera vorhanden ist) Die Haltbarkeit der Akkus, und auch die Installation werden angesprochen. Insgesamt ein runder Artikel.

Bei Vanquish hört es dann aber ganz auf. Das Spiel ist einfach nicht vorhanden. Ein Game das zurzeit in aller Munde ist, erhält nicht einmal einen kleinen Absatz in diesem Magazin? Bei dem teuersten Seitenpreis am Zeitschriftenmarkt für Spielkonsolen, ist dieser Fehler absolut nicht zu verzeihen.

Auch bei R.U.S.E. bekleckert sich die Redaktion nicht mit Ruhm. Auf eine einzige Seite wurde RUSE zusammen gequetscht. 75% vom Platz sind durch Bilder und Infokasten belegt. Der restliche Platz wurde mit allgemeiner Beschreibung gefüllt, die nicht in die Tiefe geht. Es fehlen jegliche Hintergrundinfos, Taktiken, Bedienung, Grafikbeurteilung usw.

Die GamesCom hat zwar eine komplette Seite bekommen, aber Infos über Trends und Hintergrundinfos fehlen fast völlig. Dafür wurde der vorhandene teure Platz mit Meinungen von Besuchern aufgefüllt. Das ist zwar nicht abwegig, interessiert aber eigentlich niemand und ist somit völlig überflüssig.  

Fazit: Bei all den fehlenden Informationen und einem gepfefferten Heftpreis fragt man sich, was steht überhaupt drin? Die Artikel sind oberflächlich und unvollständig. Die Schrift ist zu klein, das Papier zu dünn und der Preis zu hoch. Die Qualität der Artikel geht kaum über ein Boulevard Niveau hinaus. Massenweise Kriegsspiele werden angesprochen und Sport Spiele. Dazwischen ein mickriges Bild fast nackter GamesCom Babes. Wüsste man es nicht besser, könnte man glauben man hätte eine Kopie des größten deutschen Boulevard Blattes vor sich. PS3M ist jedenfalls sein Geld kaum wert. Für oberflächliche Unterhaltung ohne brauchbare Informationen, reicht es aber gerade noch.

 

Für Konsolensysteme: PS3, PSP
Papierqualität: kräftiger Umschlag, dünnes Papier im Innenteil
Format/Archivierung: Din A4
Preis: 3,90 Euro
Seitenzahl: 84 Seiten
Seitenpreis: 4,64 Cent (5,06 Cent ohne Werbung)
Anteil Werbung: 11 Seiten (davon 4 Seiten Poster)
Anteil Retro Systeme: keiner
Inhaltliche Ausrichtung des Magazins: Tests, Berichte, News
Objektivität: ausreichend
Vollständigkeit der Tests: eher mangelhaft
Fazit/Zusammenfassung der Tests: ausreichend
DVD Inhalt: keine DVD enthalten
Berichterstattung zu PS3 Move: ausreichend
Berichterstattung zu Vanquish: fehlt
Berichterstattung zu R.U.S.E.: mangelhaft
Berichterstattung zu Gamescom: ungenügend

 



X3 (10/2010)


An dieser Stelle sollte der Test des X3 Magazins stehen, aber leider war kein Exemplar am Kiosk und im Bahnhof erhältlich. Die Abo Zentrale versprach zwar die Zusendung des Magazins gegen einen saftigen Porto Aufpreis, aber letztendlich wurde nie eine Ausgabe zugesendet.

  
Für Konsolensysteme: XBox 360
Format/Archivierung: Din A4

 


Fazit und Zusammenfassung

Kommen wir nun zum Fazit aus dem Magazintest.

Die Bewertung erfolgt nach dem Prinzip der Schulnoten. Auf gleiche Weise wird auch die Gesamtnote ermittelt. (addierte Einzelnoten geteilt durch die Anzahl der Noten)

In der unten stehenden Tabelle sind die Magazine nach Konsolensystem gruppiert. Gruppenübergreifend gewinnen nach Noten die Magazine „M! games“ und „play3“ die inhaltlich einfach das beste geboten haben. Preislich gehören sie jedoch nicht zu den besonders günstigen Magazinen. Hier sieht man, dass sich der höhere Preis auszahlt. Beide sind inhaltlich vollständig und es werden alle relevanten TOP Themen abgehandelt. Die play3 hat zusätzlich eine DVD dabei, die somit den Kaufpreis wieder etwas relativiert. - Schaut man sich das andere Ende an, verlieren die Magazine „Gee“ und „Player“. Letzteres verliert besonders, weil es die Top Themen nicht und wenn, dann nur ungenügend behandelt. Das Magazin Gee verliert fast aus den gleichen Gründen. Das ist besonders schade, denn Gee hat eine eigene Art dem Lifestyle zu begegnen. Das Magazin X3 fehlt in der Wertung, da es nicht zum Test vorlag.

Der Test ergab, dass 50% der Magazine eine 2 oder 3 und die anderen 50% der Magazine eine 4 oder 5 erhielten. Die Magazinlandschaft ist also zur Hälfte nicht zufriedenstellend wenn es um Top-Themen geht.

Zwei Magazine kann man aber durchaus empfehlen. "M! games" und das "play3" sind ihr Geld auf jeden Fall wert. Danach folgen mit der Note 3: N-Zone, XBG360, GamePro, Games aktuell und Consol plus. Diese Magazine bieten für weniger Geld mehr und besser recherchierte Informationen. Alle anderen Magazine kann man getrost ignorieren. Zumindest hat dieser Test gezeigt, dass es für jede Konsole mindestens ein brauchbares Magazin gibt.

Das Schulnoten System:
1 = Sehr gut
2 = Gut
3 = Befriedigend
4 = Ausreichend
5 = Mangelhaft
6 = Ungenügend



Systeme
Preis
Seitenzahl
mit DVD
Objektivität
Vollständigkeit
Fazit
Metroid
PS3 Move
Vanquish
RUSE
GamesCom
Gesamtnote
Consol plus
Alle
3,50
108

3
3
3
5
1
2
1
5
3
Player
Alle 3,80
100

4
6
2
fehlt (6)
6
fehlt (6)
fehlt (6)
fehlt (6)
5
Games and more
Alle 1,50
68

4
5
2
fehlt (6) fehlt (6) 3
2
fehlt (6) 4
Games aktuell
Alle 3,90
100
ja
2
3
2
4
5
2
4
2
3
GamePro
Alle 5,50
100
ja
3
4
3
4
3
1
3
6
3
Gee
Alle 4,50
102

3
3
fehlt (6) fehlt (6) 3
fehlt (6) fehlt (6) fehlt (6) 5
M! games
Alle 4,50 100

2
2
2
1
3
2
3
2
2














play3
Sony
5,50
100+24
ja
3
2
4

3
2
1
2
2
PlayBlu
Sony 3,50
124+16

3
4
3

3
3
4
fehlt (6) 4
PS3M
Sony 3,90
84

4
5
4

4
fehlt (6)
5
6
5














360 live
Microsoft
3,60
84

3
3
4


fehlt (6)
5
4
4
XBG 360 Games
Microsoft 3,50
124

3
2
3


2
2
fehlt (6) 3
X3
Microsoft










n.v.














N-Zone
Nintendo
3,50
100

4
3
3
4



3
3
Wii Magazin
Nintendo 3,50
124

4
5
3
5



fehlt (6)
4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fehlende Artikel wurden mit 6 (ungenügend) bewertet. Man darf aber nicht vergessen, dass dieser Test eine Momentaufnahme ist. Wenn Artikel fehlen, könnten sie theoretisch im Folgeheft abgehandelt worden sein. Da TOP Themen aber einen Aktualitätsbezug haben, hätte die verspätete Veröffentlichung ebenso zu Abwertung geführt. Aktuelle Ereignisse wie die GamesCom nicht zu beachten ist jedoch äußerst zweifelhaft.

 

 

10/2010

 
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