Start Neuigkeiten Analyse: Ein Jahr nach erscheinen versackt die Wii-U in der Bedeutungslosigkeit.

Analyse: Ein Jahr nach erscheinen versackt die Wii-U in der Bedeutungslosigkeit.

E-Mail Drucken PDF

wiiu thumbnailIst die Wii-U am Ende? Eine Analyse.

Mit der Wii-U wurde so ziemlich alles falsch gemacht was man sich vorstellen kann. Nintendo hat es versäumt seine Kunden in die nächste Generation mitzunehmen. So weiß bis heute niemand, warum man eine Wii-U kaufen soll, wenn schon eine Wii vorhanden ist. Die Technik war von Anfang an zu klein dimensioniert. Sie hat zu wenig Leistung und zu wenig Speicher. Die Bedienung ist konfus. Das GamePad kann keine Gesten, entsprechend einfallslos ist die Software. Es fehlen die Softwaretitel. Wii Games laufen nur umständlich in der Emulation. Auf Multimediafunktionen hat Nintendo gleich ganz verzichtet. So lassen sich weder BluRay, DVD noch Musik CDs abspielen und auch Mediacenter können nicht eingebunden werden. Nicht mal der Lovefilm Kanal (Video on Demand) funktioniert in Europa, prangt aber seit einem Jahr auf der Startseite der Wii-U. Der Verkaufspreis war von Anfang an zu hoch und der Unterschied zwischen Basic und Premium zu geríng. Diesen peinlichen Umstand hat Nintendo auch noch unterstrichen, indem ein Video veröffentlicht wurde in dem der zu geringe Speicher erklärt wird. Und statt eine Wii-U mit interner Festplatte auf den Markt zu bringen, beschreibt Nintendo in dem Video, wie man eine Festplatte im Dauerbetrieb per Y-Kabel an der Wii-U betreibt, um dem Speicherproblem aus dem Weg zu gehen.

Ist die Wii-U nun also am Ende? Wir hoffen nicht, aber es sieht ganz danach aus. Nintendo scheint den Markt völlig aus den Augen verloren zu haben. Das neueste Update 4.0 (wir berichteten) bringt nicht die versprochenen Updates mit. Die Wii-U ist nun seit knapp einem Jahr auf dem Markt. Echte Spielerenner fehlen weiterhin. Die Verkaufszahlen der Konsole sind sogar noch schlechter als die der Wii. Rund 3,53 Mio. Konsolen hat Nintendo von der Wii-U erst verkauft. (Quelle vgchartz) Das sind in 11 Monaten gerade mal so viele, wie Nintendo ursprünglich allein im Dezember 2012 verkaufen wollte.

Zum Vergleich die wöchentlichen weltweiten Verkaufszahlen der 37. KW.
PS3: 160.000
XBox360: 60.000
Wii: 20.000
Wii-U: 15.000.


Die Wii-U liegt also wie Blei in den Regalen. Das hat natürlich Folgen. Bisher sind deshalb in Europa gerade mal 80 Wii-U Titel erschienen. Wichtige Triple A Titel wie Mario Kart 8, Bayonetta 2, Kirbys Dreamland und Donkey Kong Tropical fehlen weiterhin. Auch der eShop hat kaum aktuelle Titel im Angebot. Angesichts der in wenigen Wochen (Mitte November) erscheinenden Konkurrenz PS4 und XBOne, hatte Nintendo eine Preissenkung angeordnet. Ansonsten könnte wohl auch niemand mehr erklären warum eine technisch weitaus überlegenere PS4 (399 Euro) nur 50 Euro teurer ist als eine Wii-U (349 Euro) aus dem letzten Jahr.

Wie kann Nintendo nun aus dieser Misere flüchten?
1. Zuerst einmal müssen mehr Triple A Softwaretitel her und das ganz schnell.
2. Eine Wii-U mit intener 500GB Festplatte anbieten.
3. Die Bedienung zeitgemäß erneuern.
4. Das GamePad muss endlich Gesten verstehen können, damit die Games besser werden.

Das könnte ausreichen, um die Wii-U als Konsole zu retten. Denn der Name Wii-U hat bereits gewaltigen Schaden genommen. Das nachsehen haben jedenfalls die Käufer, die geduldig ohne Spiele darauf warten, dass die Wii-U endlich zum Leben erwacht.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Oktober 2013 um 00:11 Uhr  
Share |